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20. Deutscher Verpackungswettbewerb 1997

Erstmalig führte das Deutsche Verpackungsinstitut e.V. (DVI) den Deutschen Verpackungswettbewerb (DVW) im neuen jährlichen Veranstaltungsrhythmus durch. Das DVI ist dabei als durchführendes Organ in Kooperation mit der RG Verpackung im RKW e. V. tätig. Teilnehmer waren Hersteller, Verwender und Gestalter von Packstoffen, Packmitteln und Packhilfsmitteln, von Einzel- und Sammelverpackungen und von Displayverpackungen sowie Hersteller von Verpackungsmaschinen. Neben der Wirtschaft konnten sich Studenten und Schüler mit Ihren Arbeiten in der Kategorie "Prototypen" ebenfalls beteiligen.

Es war die 20. Veranstaltung dieser Art. Jury, Vorprüfungsgremium und Veranstalter haben ihre Tätigkeit dank der hervorragenden Unterstützung der NürnbergMesse GmbH in einer für diese Arbeiten zur Verfügung gestellten Halle auf dem Messegelände durchführen können. Der unabhängigen Jury aus 12 Fachleuten wurden 226 Wettbewerbseinreichungen vorgestellt, die sich auf die unterschiedlichen Kategorien wie folgt verteilten:

Versandverpackungen: 47 Einreichungen

Verkaufsverpackungen:81 Einreichungen

Displayverpackungen: 19 Einreichungen

Neu gegen Alt: 31 Einreichungen

Maschinenkonzepte: 8 Einreichungen

Prototypen: 40 Einreichungen

Wie üblich stellten Vorprüfer und Jury hohe Anforderungen an die auszuzeichnenden Verpackungen und Verpackungsmaschinen. Sie prämierten trotz hohem Verpackungsniveau nur 10 Prozent der eingereichten Muster, um so den Wert der Auszeichnung "Prämiierte Verpackung im Deutschen Verpackungswettbewerb" hochzuhalten.

Stellungnahme der Jury zu den eingerichten Verpackungen mit Ausnahme der Verkaufsverpackungen

Die Jurygruppe Verkaufsverpackungen war neben dieser Kategorie im wesentlichen auch verantwortlich für die Kategorien Displayverpackungen, Maschinenkonzepte und Prototypen. Die Einreichungen aus der Kategorie Neu gegen Alt wurden entsprechend aufgeteilt. Die vorgestellten Entwicklungen waren anspruchsvoll und von ausgesprochen hohem Niveau. Es zeigte sich, daß die deutsche Verpackungs- und Verpackungsmaschinenindustrie noch über vielfältiges Innovationspotential verfügen. In der Kategorie Verkaufsverpackungen standen die Packmittelkonstruktionen aus unterschiedlichen Packstoffen im Vordergrund. Hier waren Papier, Karton und Pappe sowie Kunststoff und Verbunde stark vertreten. Einreichungen für die Packstoffe Weißblech, Aluminium und Glas lagen in weit geringerem Umfang vor. Alle Packstoffgruppen zeigten aber auszeichnungswürdige Anmeldungen, wobei interessanterweise technische Details und ausgefallenes Design im Vordergrund standen. Die Umweltwelle scheint abzuflauen.
In der Kategorie Displayverpackungen zeigten sich nach langer Zeit wieder sehr anspruchsvolle, pfiffige Lösungen. Es war ausgesprochen schwierig für die Jury, hier die begrenzt zur Verfügung stehenden Preise gerecht zu vergeben.

Auch dieser Wettbewerb zeigte, daß Verpackungen und maschinentechnische Lösungen vielfach eine logische Einheit bilden. Die deutsche Verpackungsmaschinenindustrie konnte abermals belegen, daß sie weltweit allerhöchsten technischen Ansprüchen gerecht wird. Die prämiierten Einreichungen in der Kategorie Maschinenkonzepte bringen dieses, so meint die Jury, auch deutlich zum Ausdruck. Die Kategorie Neu gegen Alt stellt besonders deutlich Verbesserungen heraus, die sich in diesem Jahr nicht nur auf umweltrelevante Kriterien bezogen, sondern in gleicher Weise Verpackungsleistungen und Kosten berücksichtigten. Die Kategorie Prototypen stellen eine Spielwiese für all das dar, was vielleicht sein könnte. Die beiden ausgezeichneten Muster stellen beispielhafte Innovationen dar. Viele Einreichungen waren aber schlecht vorbereitet, die Argumentation nicht stichhaltig und die Lösungen nicht zu Ende gedacht. Hier richtet sich die Aufforderung der Jury an die Einsender, ihre Leistungen ganzheitlich zu durchdenken und argumentativ besser darzustellen.

Stellungnahme der Jury zu den eingereichten Versandverpackungen

Die Jury mußte unter 63 eingereichten Versandverpackungen (inklusive relevante Einreichungen aus der Kategorie Neu gegen Alt) und fünf Prototypen entscheiden. Davon waren etwa 75 % aus dem Bereich/Pappe/Wellpappe/Karton und daraus gefertigten Verbundkonstruktionen. Nur mit 15 % waren Kunststoffverpackungen vertreten, 3 % Holzverpackungen, 4 % Packhilfsmittel und 3 % Sonderlösungen. Der mangelnde Stellenwert, den die Verpackung häufig auch in der Industrie hat, macht sich auch bei den Vorschlägen bemerkbar. Einige Mitglieder der Jury kannten gute neue Lösungen, die am Markt etabliert sind, aber nicht eingereicht wurden. Dennoch war die Teilnahmefreudigkeit groß und es macht sich so langsam auch bei den Vorschlägen der europäische Einfluß bemerkbar. Dies sieht man besonders an den Kombinationen zwischen Herstellern und Anwendern. Zurückgegangen und eindeutig feststellbar ist die Tatsache, daß die Substitutionseuphorie erheblich nachgelassen hat, ebenso ist der Mehrwegtransportverpackungsbereich rückläufig. Rationalisierung, Kostenreduktion und Produktschutz stehen wieder im Vordergrund. Die der Anwendung im Versandverpackungsbereich entsprechende Kopflastigkeit der Pappeverpackungen macht natürlich der Jury bei jedem Wettbewerb zu schaffen. So waren aus den vielen guten Lösungen mit Schwierigkeiten die sechs Preisträger herauszufiltern; allen nicht mit Preisen bedachten Einsendern sei an dieser Stelle herzlich gedankt und gesagt: Vielleicht klappt es beim nächsten Mal.

Jury

Die Jury des 20. Deutschen Verpackungswettbewerbs setzte sich aus 12 neutralen Fachleuten zusammen, welche die Beurteilung der eingereichten Verpackungen und Maschinenkonzepte vornahmen. Für die einzelnen Bereiche wirkten mit:

  • Prof. Dieter Berndt: TFH Berlin - Studiengang Verpackungstechnik
  • Prof. Karl-Richard Eschke: FH Hamburg - BFSV e.V.
  • Klaus Hoffmann: CPC Deutschland GmbH
  • Detlef Kliem: Normenausschuß Verpackung im DIN
  • Theo Krämer: Neckermann Versand AG
  • Wolfgang Kugel: Deutsche Post AG - Verpackungsprüfstelle
  • Prof. Ulrich Mack: Deutsche Unilever GmbH
  • Johann Mischke: Karstadt AG
  • Detlef Nieding: Freiberuflicher Verpackungsberater
  • Thomas Röhl: Verlag für Fachliteratur - Neue Verpackung
  • Ulf Scheuing: Quelle Schickedanz AG & Co.
  • Horst Stevens: Stockhausen GmbH & Co. KG

Die Vorprüfer

Auch diesmal unterstützte die Juroren ein Gremium ebenfalls neutraler, von den Fachverbänden vorgeschlagener Fachleute. Ihm gehörten an:

  • D. Bock: Aluminium-Folien und dünne Bänder
  • Dr. T. Böhmel: Kartonverp. f. Flüssigkeiten u. flüs. Nahrungsmittel
  • H. Fischer: Feinst-und Stahlblechverpackungen
  • H. Geier: Aluminium-Tuben, -Dosen und und -Fließpreßteile
  • Prof. Dr. H. Goldhahn: Maschinenkonzepte
  • H. Grund: Holzverpackungen
  • J. Heinrichs: Hartpapiergefäße, Kombidosen
  • D. Hofmeyer: Kunststoff-Konsumverpackungen
  • H. B. Lingenberg: Hohlglas und Pharmaglas
  • M. Lott: Wellpappe
  • A. Lünemann: Kunststoff-Spritzguß
  • T. Pfeiffer: Vollpappe-Kartonagen, Mikrowellenverpackungen
  • R. Pietzcker: Feinwell-Kartonagen, Displays
  • E. Pischl: Flexible Papierverpackungen
  • N. Schmidt: Feinwellpappe, Faltschachteln
  • F. Wiblförster: Holzverpackungen
  • D. Zwiebel: Kunststoff-Spritzgußungen

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