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21. Deutscher Verpackungswettbewerb 1998

Seit über drei Jahrzehnten ist der Deutsche Verpackungswettbewerb (DVW) zentrale Drehscheibe für Innovationen im deutschen Verpackungswesen. Der Veranstalter - das Deutsche Verpackungsinstitut e.V. (DVI) in Kooperation mit der RG Verpackung im RKW e.V. - verzeichnete auch bei dem 21. DVW wieder weit über 200 Einreichungen, was das enorme Innovationspotential der Verpackungsbranche belegt. Teilnehmer waren Hersteller, Verwender und Gestalter von Packstoffen, Packmitteln und Packhilfsmitteln, von Einzel-, Sammel- und Displayverpackungen sowie Hersteller von Verpackungsmaschinen. Darüberhinaus konnten sich Studenten und Schüler mit ihren Arbeiten in der Kategorie "Prototypen" beteiligen.

Die hervorragende Zusammenarbeit mit der NürnbergMesse GmbH hat sich in diesem Jahr erneut bewährt: Jury, Vorprüfungsgremium und Veranstalter tagten in einer eigens zur Verfügung gestellten Halle auf dem Messegelände. Der unabhängigen Jury aus 11 Fachleuten wurden 217 Einreichungen vorgestellt, was die Wahl freilich schwer machte. Die Einreichungen verteilten sich auf die unterschiedlichen Kategorien wie folgt:

Versandverpackungen: 29 Einreichungen
Verkaufsverpackungen:72 Einreichungen
Displayverpackungen: 20 Einreichungen
Neu gegen Alt: 33 Einreichungen
Maschinenkonzepte: 11 Einreichungen
Prototypen: 52 Einreichungen

Wie stets stellten Vorprüfer und Jury hohe Anforderungen an die auszuzeichnenden Verpackungen und Verpackungsmaschinen. Trotz des außerordentlich hohen Niveaus wurden nur 12 Prozent der eingereichten Muster prämiiert, um so den Wert der Auszeichnung "Prämiierte Verpackung im Deutschen Verpackungswettbewerb" hochzuhalten.

Stellungnahme der Jury zu den eingereichten Verpackungen (ohne Versandverpackungen)

Die Jurygruppe Verkaufsverpackungen war mitverantwortlich für die Kategorien Displayverpackungen und Maschinenkonzepte. Die Einreichungen aus den Kategorien Neu gegen Alt und Prototypen wurden ihrer Art nach aufgeteilt. Die vorgestellten Entwicklungen waren anspruchsvoll und von ausgesprochen hohem Niveau, was erneut das vielfältige Innovationspotential der deutschen Verpackungs- und Verpackungsmaschinenindustrie zeigte. In der Kategorie Verkaufsverpackungen standen die Packmittelkonstruktionen aus unterschiedlichen Packstoffen im Vordergrund. Hier waren vor allem Papier, Karton und Pappe sowie Kunststoff und Verbunde stark vertreten; Einreichungen für die Packstoffe Weißblech, Aluminium und Glas lagen in weit geringerem Umfang vor. Alle Packstoffgruppen zeigten aber auszeichnungswürdige Anmeldungen, wobei technische Details und ausgefallenes, zum Teil aufwendiges Design im Vordergrund standen. Rein umweltorientierte Entwicklungen waren in der Minderheit.

Die Einreichungen der Kategorie Displayverpackungen erwiesen sich auch dieses Jahr als sehr originell und anspruchsvoll. Es fiel angesichts der dargebotenen Qualität besonders schwer, die begrenzt zur Verfügung stehenden Preise gerecht zu vergeben.

Welch hohen Leistungsstandard der deutsche Verpackungsmaschinenbau erreicht hat, wird durch die Einreichungen in der Kategorie Maschinenkonzepte auf beeindruckende Weise demonstriert. Anhand der prämiierten Einreichungen konnte der einschlägige Maschinenbau - in vielen Teilbereichen weltweit technologisch führend - abermals belegen, daß er höchsten technischen Ansprüchen gerecht wird.

Die Kategorie Neu gegen Alt stellt besonders deutlich Verbesserungen heraus, die in erster Linie Verpackungsleistungen und Kosten berücksichtigten. Aber auch umweltrelevante Fortschritte waren in dieser Kategorie häufig zu sehen.

Die Kategorie Prototypen hielt wie immer besonders viele spannende Überraschungen bereit. Die vier ausgezeichneten Muster stellen beispielhafte Innovationen dar. Viele Einreichungen waren allerdings leider schlecht vorbereitet, die Argumentation nicht stichhaltig und die Lösungen nicht zu Ende gedacht. Hier richtet sich die Aufforderung der Jury an die Einsender, ihre Leistungen ganzheitlich zu durchdenken und argumentativ besser darzustellen.

Stellungnahme der Jury zu den eingereichten Versandverpackungen

Die Jury der Kategorie Transportverpackungen hatte auch dieses Jahr wieder die Qual der Wahl zwischen zahlreichen Einsendungen. Unter den rund 60 eingereichten Transportverpackungen (inklusive der relevanten Einreichungen aus den Kategorien Neu gegen Alt und Prototypen) wurden schließlich sechs Preise vergeben und ein Prototyp ausgezeichnet.

Es dominierten der Bereich Pappe/Wellpappe/Karton sowie Verbundkonstruktionen. Leider waren nur wenige Metall-, Holz- und Kunststoff-Verpackungen darunter. Dies überrascht angesichts der Tatsache, daß dort die Marktanteile besonders im Exportbereich relativ hoch sind, war aber schon in den zurückliegenden Jahren nicht anders.

Vorwiegend kämpften daher die Pappverpackungen unter sich um die Trophäen. Zunehmend wurden ältere Ideen in neuem Gewand, aber auch Muster eingesendet, die nicht immer dem hohen Stand der Verpackungstechnik in Deutschland entsprechen. Der Zeitdruck bei der Entwicklung angesichts wachsenden Konkurrenzdrucks läßt offenbar nicht immer genügend Raum für neue und anspruchsvolle Entwicklungen. Dennoch waren viele gute Lösungen unter den eingereichten Mustern, so daß es letztlich schwerfiel, die Besten herauszufiltern. Allen anderen nicht mit Preisen bedachten Einsendern sei an dieser Stelle herzlich gedankt und gesagt: Vielleicht klappt es im nächsten Jahr.

Jury

Die Jury des 21. Deutschen Verpackungswettbewerbs setzte sich aus 11 neutralen Fachleuten zusammen, die die Beurteilung der eingereichten Verpackungen und Maschinenkonzepte vornahmen. Stellvertretend für die einzelnen Bereiche wirkten mit:

  • Prof. Dieter Berndt, TFH Berlin - Studiengang Verpackungstechnik
  • Hugo A. Eberhardt, Nestlé Deutschland GmbH
  • Prof. Karl-Richard Eschke, FH Hamburg - BFSV e.V.
  • Klaus Hoffmann, CPC Deutschland GmbH
  • Theo Krämer, Neckermann Versand AG
  • Wolfgang Kugel, Deutsche Post AG - Verpackungsprüfstelle
  • Prof. Ulrich Mack, Deutsche Unilever GmbH
  • Horst Meyer, Deutsche Unilever GmbH
  • Detlef Nieding, Freiberuflicher Verpackungsberater
  • Thomas Röhl, Neue Verpackung - Hüthig Fachverlage
  • Ulf Scheuing, Quelle Schickedanz AG & Co.

Die Vorprüfer

Auch diesmal unterstützte die Juroren ein Gremium ebenfalls neutraler, von den Fachverbänden vorgeschlagener Fachleute. Diesem Gremium gehörten an:

  • Karl-Heinz Achhammer, Verpackungsmaschinen
  • Dieter Bock, Aluminium-Verpackungen
  • Dr. Thomas Böhmel, Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel
  • Hermann Fischer, Feinst- und Stahlblechverpackungen
  • Michael Frerker, Behälterglas, Pharmaglas
  • Jürgen Heinrichs, Hartpapiergefäße, Kombidosen
  • Günther Herrmann, Holzverpackungen
  • Dieter Hofmeyer, Kunststoff-Konsumverpackungen
  • Ulf Kelterborn, Kunststoff-Spritzguß
  • Manfred Lott, Wellpappe
  • Roland Pietzcker, Feinwellpappe, Displays, Faltschachteln
  • Erich Pischl, Flexible Papierverpackungen
  • Jürgen Pollnow, Vollpappe-Kartonagen, Offset- und Mikrowellenverpackungen, Displays
  • Uwe Rowedder, Blasgeformte Kunststoff-Konsumverpackungen
  • Norbert Schmidt, Feinwellpappe, Faltschachteln
  • Michael Schmitz, Kunststoff-Spritzguß
  • Gert Schröder, Faltschachteln
  • Andreas Schuster, Vollpappe-Verpackungen

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