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25. Deutscher Verpackungswettbewerb |4. Deutscher Verpackungsdesignwettbewerb 2002

Die nationalen Wettbewerbe Deutscher Verpackungswettbewerb und Deutscher Verpackungsdesign-Wettbewerb sind entschieden. Neue Entwicklungen und Trends im Verpackungsbereich aufzuzeigen, das war auch im Jubiläumsjahr das Anliegen der Initiatoren.

Beide Wettbewerbe standen wieder unter der Schirmherrschaft von Bundeswirtschaftsminister Dr. Werner Müller. Und wie jedes Jahr qualifizierten sich alle Gewinner ebenso für die Teilnahme am EUROSTAR der European Packaging Federation als auch für den WORLDSTAR der World Packaging Organisation.
Das Jubiläum des 25. Deutschen Verpackungswettbewerbs ist für das Deutsche Verpackungsinstitut (DVI) e. V. ein Grund zum feiern: Die eingereichten Arbeiten haben gezeigt, dass der 1963 gegründete Leistungsvergleich in Deutschland weiterhin das zentrale Forum für Verpackungsinnovationen ist.
Auch die Bilanz des 4. Deutschen Verpackungsdesign-Wettbewerbs, der vom DVI in Kooperation mit dem Deutschen Verpackungsmuseum in Heidelberg veranstaltet wird, fällt positiv aus. Die Einreichungen geben wider, welchen aktuellen Anforderungen sich Verpackungen und Verpackungsdesign heute im Marketing-Mix stellen müssen.
Und wie schon vor drei Jahren hat sich auch diesmal die Zusammenarbeit mit der Messe Düsseldorf bewährt. Die Juroren, die Fachprüfer und die Veranstalter tagten zwei Tage lang in einer eigens auf dem Messegelände zur Verfügung gestellten Halle. 

Anzahl der Einreichungen weiter hoch

Mit insgesamt 240 Einsendungen konnten die beiden Wettbewerbe wieder an das hohe Niveau der Vorjahre anknüpfen - durch die Kopplung an die Messen Fachpack und Interpack hatte die Branche von der letzten Preisverleihung bis zum Einsendeschluss vor der Interpack gerade einmal vier Monate Zeit, um neue Verpackungslösungen zur Präsentationsreife zu bringen.

  • Verkaufsverpackungen: 70
  • Transportverpackungen: 44
  • Displayverpackungen: 18
  • Maschinenkonzepte: 14
  • Prototypen: 23
  • Studentische Einreichungen: 6

Der Deutsche Verpackungspreis wurde 30 mal vergeben.
Für den Deutschen Verpackungsdesign-Wettbewerb wurden 65 Beiträge eingereicht. Vier Preisträger sind für bestes Design und drei für bemerkenswerte Arbeiten ausgezeichnet worden.
Die Neuerung im Prozedere der Jurierung hat sich bewährt: Erstmalig standen der Jury von den Fachverbänden benannte Vertreter für die einzelnen Packstoffe, Packmittel und Verpackungsmaschinen zur direkten Kommunikation über die eingereichten Muster zur Seite. Damit finden die spezifischen Eigenheiten der Materialien und Prozesse noch stärkere Berücksichtigung. 

Stellungnahme der Jury

Die Jurygruppe unter Leitung von Hugo A. Eberhardt bewertete Verkaufsverpackungen, Displays, Prototypen und Maschinenkonzepte. Bei den Verkaufsverpackungen fiel das Innovationspotential der chemischtechnischen Anwendungen auf. Zahlenmäßig am stärksten vertreten waren Lebensmittelverpackungen. Der Bereich Kosmetik und Körperpflege hingegen war eher unterrepräsentiert, was die Jury der kurzen Zeitspanne zum Vorjahreswettbewerb zuschreibt. Displayverpackungen konnten in diesem Jahr besonders überzeugen. Hier hat sich nach Meinung der Jury möglicherweise die zeitliche Nähe zum Weihnachtsgeschäft 2001/2002 ausgewirkt. Die eingereichten Maschinenkonzepte spiegeln deutlich die Tendenz zu einem ganzheitlichen Verpackungsansatz, umgesetzt für das höchste Leistungsniveau.
Bei den Transportverpackungen, die von der Jurygruppe unter dem Vorsitz von Professor Richard K. Eschke beurteilt wurde, fiel die Menge unterschiedlicher Materialien auf, die zum Einsatz kam. Besonders die Verwendung von Kunststoff hat zugenommen, was den Wettbewerb nach Meinung der Jury belebte. Die Tendenz geht hin zur "intelligenten" Verpackung mit konstruktiven Details, die überzeugen.
Die Kategorie Prototypen zeichnete sich auch in diesem Jahr wieder durch pfiffige, technische und funktionale, aber auch durch gestalterische Lösungen aus. Für künftige Wettbewerbe wäre es wünschenswert, wenn noch mehr Schüler und Studenten aus den einschlägigen Hochschulen und Fachschulen der Verpackungstechnik ihre Ideen einbringen würden.

Jury

Die Jury des 25. Deutschen Verpackungswettbewerbs setzte sich aus neun neutralen Fachleuten zusammen:

  • Hugo A. Eberhardt, Nestlé Deutschland GmbH, (Vorsitzender der Jury)
  • Theo Janschuk, Henkel KGaA
  • Manfred Kaiser, Unilever Bestfoods GmbH
  • Matthias Mahr, Hüthig Verlag, "neue verpackung"
  • Johann Mischke, Karstadt Warenhaus AG
  • Dr. Jochen Wettach, Stiftung Warentest

Bei der Jury für Transportverpackungen wirkten mit:

  • Prof. Richard K. Eschke, BFSV Hamburg (Vorsitzender der Jury)
  • Georg Anjelski, Quelle AG
  • Wolfgang Kugel, Deutsche Post AG

Der Jury des 4. Deutschen Verpackungsdesign-Wettbewerbs gehörten an:

  • Hans-Georg Böcher, Deutsches Verpackungs-Museum
  • Hanspeter Heckel, w&v werben & verkaufen, Europa Fachpresse-Verlag GmbH
  • Uli Mayer, MetaDesign AG
  • Christa Stein, Brösske, Meyer & Ruf, Design-Agentur
  • Prof. Kurt Weidemann, Hochschule für Gestaltung am ZKM
  • Prof. Dr. Peter Zec, Design Zentrum Nordrhein-Westfalen

Die Fachprüfer

  • Johann Beil für Aluminiumverpackungen, benannt vom Gesamtverband der Aluminiumindustrie
  • Dr. Thomas Böhmel für Kartonverpackungen, benannt vom Fachverband Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel e.V.
  • Karsten Brandt für Weißblechverpackungen, benannt vom Informationszentrum Weißblech e. V.
  • Dieter Hofmeyer für flexible Verpackungen aus Kunststoff, benannt vom Industrieverband Kunststoffverpackungen e. V.
  • Lutz Ortleb für Wellpappe, benannt vom Verband der Wellpappen-Industrie e. V.
  • Kurt Römer für Faltschachteln, benannt vom Fachverband Faltschachtel-Industrie e. V.
  • Uwe Rowedder für Hohlkörper aus Kunststoff, benannt vom Industrieverband Kunststoffverpackungen e. V.
  • Dr. Bernd Wilke für Verpackungsmaschinen, benannt vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer e. V.

Jurybewertung des Designwettbewerbs

Der 4. Deutsche Verpackungsdesign-Wettbewerb 2002 konnte die hohen Erwartungen der Jury hinsichtlich der Qualität der Wettbewerbsbeiträge erneut erfüllen. Wie schon beim Deutschen Verpackungswettbewerb war zwar zu befürchten, dass die Zahl der Einsendungen zurückgehen würde - währte der Zeitraum von der Preisverleihung im Oktober 2001 in Nürnberg bis zum Einsendeschluss 2002 ja gerade mal vier Monate (für viele Unternehmen eine kurze Zeitspanne, um erneut auszeichnungswürdige Arbeiten vorlegen zu können).

Dennoch haben 65 Einsender (2000: 61; 2001: 71) ihre Designlösungen für aktuelle Verpackungen eingereicht. Sieben mal befand die Jury diese Lösungen für preiswürdig: Vier Preisträger wurden für bestes Design und drei für bemerkenswerte Arbeiten ausgezeichnet. Prämiert wurde unter anderem, mit welcher Konsequenz die Verpackung als Marketing-Instrument genutzt wurde.

"Die prämierten Arbeiten zeigen Design, das markengerecht und nicht nur trendy ist", formulierte denn auch Hans-Georg Böcher, Direktor des Deutschen Verpackungs-Museums, Heidelberg, den Anspruch der Jury. "Sie demonstrieren, dass durch eine Verpackung auch in schwierigen Märkten, wie beispielsweise der Bierindustrie, eine neue Positionierung erreicht werden kann" - fügte Prof. Kurt Weidemann, Hochschule für Gestaltung am ZMK, Karlsruhe, ergänzend an.

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