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27. Deutscher Verpackungswettbewerb |6. Deutscher Verpackungsdesignwettbewerb 2004

Wie schon im letzten Jahr, übernahm auch in diesem Jahr der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, Wolfgang Clement, die Schirmherrschaft für den Deutschen Verpackungswettbewerb und setzte damit ein klares Zeichen. Denn es ist gerade die deutsche Verpackungswirtschaft, die immer wieder Raum für Neuentwicklungen und Innovationen gibt und damit nicht zuletzt eine ideale Grundlage für die beiden Wettbewerbe darstellt. Zwei Wettbewerbe, deren internationale Bedeutung be- und anerkannt ist.

Der Deutsche Verpackungswettbewerb und der Deutsche Verpackungsdesign-Wettbewerb galten auch diesmal als ein hochkarätiges Forum, das den Teilnehmern eine adäquate Möglichkeit des Leistungs- und Ideenvergleichs bot. Für Schüler, Auszubildende und Studenten war ein mit 2.000,- EUR dotierter Förderpreis ausgeschrieben. Allen Preisträgern öffnet die Prämierung ihrer eingesandten Arbeiten das Tor zum WorldStar, dem internationalen Verpackungswettbewerb, der alljährlich von der World Packaging Organisation veranstaltet wird.

Alles gut verpackt...

...lautete das finale Statement der Juroren, die schließlich 29 der insgesamt 238 Einreichungen prämierten.

Für den Verpackungswettbewerb setzte sich die Jury aus zwei unabhängigen Fachgruppen zusammen. Dabei zeichnete für die Kategorien Verkaufsverpackungen, Displays, Maschinenkonzepte und Prototypen eine Gruppe verantwortlich und für die Kategorie Transportverpackungen und Displays, Prototypen inbegriffen, eine zweite. Über die Einreichungen im Verpackungsdesign-Wettbewerb jurierte ein gesondertes Gremium.

Bei der Aufnahme der Jurytätigkeit wurden folgende Jury-Mitglieder als Vorsitzende gewählt:

Verkaufsverpackungen, Displays, Prototypen und Maschinenkonzepte: Barbara Braune, DIN, Normenausschuss Verpackung

Transportverpackungen und Displays, inkl. Prototypen: Dieter Petzold, BFSV e.V.

Design: Justus Oehler, Pentagram Design Limited

Die Wettbewerbe in Zahlen:

Einreichungen insgesamt: 238
davon
Deutscher Verpackungswettbewerb: 176
Deutscher Verpackungsdesign-Wettbewerb: 62

Kategorien-Aufteilung der Wettbewerbsmuster für den Verpackungswettbewerb:

  • Verkaufsverpackungen: 84
  • Transportverpackungen: 33
  • Displayverpackungen: 22
  • Maschinenkonzepte: 6
  • Prototypen: 31

Kategorien-Aufteilung der Wettbewerbsmuster für den Verpackungsdesign-Wettbewerb:

  • Verpackungen aus Glas oder Metall: 4
  • Verpackungen aus Papier, Karton, Pappe oder Wellpappe: 16
  • Verpackungen aus Kunststoff: 22
  • Etiketten, Siegel, Umschläge u.ä.: 0
  • Displays, Promotionartikel und -verpackungen: 4
  • Prototypen: 16

Aufteilung der 29 Prämierungen:

Deutscher Verpackungswettbewerb: 20
Studentische Einreichungen: 3
Deutscher Verpackungsdesign-Wettbewerb: 6
davon
Auszeichnung für vorbildliches Design "Beste Arbeit": 1x
Auszeichnung für ausgezeichnetes Design "Bemerkenswerte Arbeit": 7x

Fazit der Jury

In der Kategorie Verkaufsverpackungen fiel eines deutlich auf: Die Verpackung geht in eine neue Richtung und passt sich insofern auch den gewachsenen Ansprüchen der Verbraucher an. So gab es einige interessante Varianten, bei denen Produkt und Verpackung kombiniert wurden. Derartige Kombinationen schaffen nicht nur Raum für Innovation, sie bieten dem Kunden darüber hinaus auch einen entsprechenden Mehrwert und machen das Produkt nicht selten einmal mehr attraktiv.

Die Fachjury für Transport- und Displayverpackungen stellte zusammenfassend fest, dass es gerade im Bereich der Kunststoffe viele Neuerungen zu verzeichnen gab. Im Gegensatz hierzu gab es weniger Einreichungen, bei denen das Material Holz verwendet wurde. Auffallend war auch, dass bei der Entwicklung der Verpackungen nicht nur die Fähigkeit des Zusammenhaltens und des Tragens Berücksichtigung fanden sondern ebenso weitere Funktionen wie z.B. ein besserer Abriebschutz oder generelle ergonomische Aspekte.

Besonders erfreulich und gerade in diesen Zeiten motivierend, ist sicherlich der Umstand zu bewerten, dass es sich bei dem prämierten Maschinenkonzept um eine Weltneuheit handelt, die bei der Verpackungsherstellung ein noch höheres Maß an Individualität gewährleistet.

Die Einsendungen für den Verpackungsdesign-Wettbewerb beeindruckten nicht zuletzt auch aufgrund der Verarbeitung von sehr hochwertigen Materialien. Diese hochwertigen Materialien nach der Produktverwendung bzw. des -verbrauchs nicht einfach wegwerfen zu müssen, denn vielmehr anderweitig zu gebrauchen, wäre gewiss wünschenswert. Eine Aufgabe, die auch in der Verantwortung der Designer liegt. Klar gelungen ist eine solche Weiterverwendungsmöglichkeit bei dem diesjährig eingereichten und mit dem Preis für vorbildliches Design als "Beste Arbeit" ausgezeichneten "Vino-Lok"-Verschlusssystem für Weinflaschen.

Dem vorgenannten Trend trugen in diesem Jahr nicht selten genauso die zumeist studentischen Prototyp-Einreichungen Rechnung. Dabei hat der Nachwuchs eindrucksvoll verdeutlicht, dass das Motto "Keep it simple." noch immer aktuell ist und dennoch grundsätzlichen Innovationen ganz und gar nicht entgegensteht. Eine Tatsache, die schon heute wieder Lust auf die nächsten Wettbewerbe machen dürfte.

Jury

Für die Kategorien Verkaufs-, Displayverpackungen, Maschinenkonzepte und Prototypen

  • Barbara Braune, Normenausschuss Verpackung, DIN
  • Georg Mühlhausen, Henkel KGaA
  • Dr. Ulrich Bauder, REWE-Zentral-Aktiengesellschaft
  • Hans Mischke, Karstadt Warenhaus AG
  • Matthias Mahr, Hüthig GmbH
  • Hans-Peter Brix, Stiftung Warentest

Für die Kategorien Transport- und Displayverpackungen, auch solche in der Kategorie Prototypen:

  • Dr. Gerhard Wagner, AG Verpackung im RKW Hessen
  • Wolfgang Kugel, Deutsche Post AG
  • Detlef Kliem, Normenausschuss Verpackung, DIN
  • Hermann-Josef Averkamp, Degussa AG
  • Georg Anjelski, Quelle AG
  • Dieter Petzoldt, BFSV e.V.

Experten für die einzelnen Packstoffe, Packmittel und Verpackungsmaschinen, die der Jury in direkter Kommunikation zur Seite stehen:

  • Lutz Ortleb, für Wellpappe, benannt vom Verband der Wellpappen-Industrie e.V.
  • Andreas Schuster, für Vollpappe, benannt vom Verband Vollpappe-Kartonagen e.V.
  • Andreas Meyn, für Hohlkörper aus Kunststoff, benannt vom Industrieverband Kunststoffverpackungen e.V.
  • Dieter Hofmeyer, für flexible Verpackungen aus Kunststoff, benannt vom Industrieverband Kunststoffverpackungen e.V.
  • Günther Herrmann, für Holzverpackungen, benannt vom Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackungen e.V.
  • Karl-Heinz Achhammer, für Verpackungsmaschinen, benannt vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer e.V.
  • Johann Beil, für Hohlkörper aus Aluminium, benannt vom Gesamtverband der Aluminiumindustrie
  • Kurt Römer, für Faltschachteln, benannt vom Fachverband Faltschachtel-Industrie e.V.
  • Michael Frerker, für Glasverpackungen, benannt von der Fachvereinigung Behälterglasindustrie e.V.
  • Dr. Thomas Böhmel, für Kartonverpackungen, benannt vom Fachverband Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel e.V.
  • Jürgen Bracht, für Weissblechverpackungen, benannt vom Informationszentrum Weissblech e.V.
  • Eberhard Schulz, Nestlé AG

Die Jury des Verpackungsdesign-Wettbewerbs setzte sich aus sechs neutralen Fachleuten zusammen:

  • Justus Oehler, Pentagram Design Limited, London
  • Jürgen R. Schmid, Design Tech, Ammerbuch
  • Prof. Kurt Weidemann, Hochschule für Gestaltung am ZKM, Karlsruhe
  • Andreas Unger, Enterprise IG, Hamburg
  • Hanspeter Heckel, Europa-Fachpresse-Verlag, München
  • Ralph Wiegmann, International Forum Design, Hannover

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